Mathe mit Tier und Technik

Momentan macht die Klasse 5b im Mathematikunterricht ein „Hundeprojekt“. Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Rechnen mit Größen“, also Längen, Gewichten und Zeiten, werden u.a. die Hunde der Mathelehrerin vermessen. Heute wurden Vorarbeiten erledigt. In Gruppen überlegten die Schülerinnen und Schüler, was man so alles an den Hunden messen kann. Ihre Ergebnisse hielten sie auf den schuleigenen iPads fest, damit sie in den nächsten Stunden gut sichtbar für alle zur Verfügung stehen. Der Umgang mit den iPads wurde in der vorhergehenden Stunde erklärt und eingehend geübt. Für jedes Kind stand ein iPad zur Verfügung. Versierte Schüler aus der Klasse 7a, die im Unterricht schon oft mit dieser Technik gearbeitet haben, standen den Fünftklässlern als Experten zur Seite und gingen geduldig und kompetent auf alle Probleme ein.
Wie erfolgreich diese Einführung war, konnte man am reibungslosen Ablauf der heutigen Stunde erkennen. Allen Gruppen gelang es problemlos, die von ihnen entwickelten Fragen zu visualisieren und zu speichern. Ob alle ausgedachten Fragen auch wirklich sinnvoll sind, wurde eifrig diskutiert. Ja, die Länge der Ohren, der Beine und des Schwanzes kann man sicherlich messen, wenn der Hund stillhält. Schwieriger wurde es schon bei der Frage, wie hoch der Hund springen kann. Im Unterricht gar nicht messbar ist, wie lange der Hund alleine zuhause bleiben kann. Und besonders spannend wurde es bei der Diskussion, ob man das Gewicht einer Pfote messen kann. Das sei doch unterschiedlich, je nachdem wie stark der Hund mit der Pfote auf die Waage drückt. Dann müsse der Hund halt liegen und im Liegen die Pfote auf die Waage legen. Aber dann würde doch ein Teil seines Beins mitgemessen. Das sei dann doch auch nicht okay! Somit sei wohl die einzige Lösung, dass die Pfote abgeschnitten würde. Aber damit wären die Mathelehrerin und der Hund bestimmt nicht einverstanden. Am Ende der Stunde waren dann die Fragen aussortiert, die in der nächsten Unterrichtsstunde nicht durch Messungen beantwortet werden können.
Nun freuen sich die Schülerinnen und Schüler auf die nächste Mathestunde, in der sie dann tierischen Besuch bekommen werden. Copper und Hank, die schulerprobten und kinderlieben Elos der Mathelehrerin, können von oben nach unten, von links nach rechts und überall sonst wo vermessen werden.
Im weiteren Verlauf des Projekts werden die Kinder aus den gewonnenen Daten in Gruppen Textaufgaben entwickeln und diese ihren Mitschülern stellen. Während der Bearbeitung „ihrer“ Aufgabe durch die Mitschüler werden sie die Rolle des Lehrers übernehmen. Auch in dieser Phase des Projekts wird wieder mit den iPads gearbeitet.
Heike Kirstein

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