Erster Zivilcourage-Preis vergeben

Der erste Preis für Zivilcourage wurde am Freitag an Talia Töre aus der 7b vergeben. Unter Beteiligung vieler Freunde der Schule wurden die ganz überwiegend von Mitschülerinnen und Mitschülern Nominierten gewürdigt. Anwesend waren u.a. die Dezernentin der Schule, Frau Dr. Reinlein, Herr Altun und Frau Altun, die Sponsoren des Preises, die Landtagsabgeordneten Rainer Bischoff und Ralf Jäger, Bürgermeister Kocalar und weitere Gäste. Talia ist besonders dadurch hervorgetreten, dass sie sich für ihre Klassengemeinschaft einsetzt, aber auch neue Schülerinnen und Schüler in die Schule begleitet und einführt. Die anderen Nominierten haben sich ebefalls für ihre Klassen eingesetzt oder waren aufmerksam bei verdächtigen Vorfällen bzw. haben ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durch Coaching unterstützt. Im nächsten Jahr wird wieder ein Preis vergeben. Vorschläge werden von der Schulleitung gern entgegengenommen.


Herr Altun erläutert die Motive seiner Spende.


Herr Jäger spricht ein Grußwort.


Herr Augustin und Herr Jöckel würdigen die Nominierten.


Die Nominierten


Die Schulband

Begrüßung durch Herrn Jöckel
Herzlich willkommen zu unserer heutigen Verleihung des Zivilcourage-Preises am Krupp-Gymnasium. Unser Preis hat noch keinen (besonderen) Namen. Die Inhalte sind aber das Wichtige. Deshalb verleihen wir heute zum ersten Mal den Preis.
Zunächst begrüße ich alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, 6, 7 und 8. Durch Eure Meldungen habt Ihr es in kurzer Zeit möglich gemacht, dass heute zum ersten Mal der Preis vergeben werden kann. Ich stelle nun kurz unsere weiteren Gäste vor und bitte Euch, sie entsprechend zu begrüßen.
Unsere Gäste haben es auch bei schwierigen Terminlagen möglich gemacht, heute hier zu sein.
Begrüßen möchte ich zunächst unsere Schul-Dezernentin, die sofort ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung möglich gemacht hat, als sie von der Einladung hörte. Herzlich willkommen, Frau Dr. Reinlein.
Frau Bärbel Bas, die Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises wäre gern auch heute hier. Sie hat einen Glückwunsch an die Preisträger geschickt, den wir nachher übergeben werden.
Sofort zugesagt hat auf die Einladung hin auch unser Landtagsabgeordneter, Herr Rainer Bischoff, der uns schon viele Jahre begleitet und unterstützt.
Herr Ralf Jäger, ebenfalls MdL und ehemaliger Innenminister des Landes NRW wird gleich ein paar Worte zu uns sprechen.
Ebenfalls unter uns ist Jürgen Klute, ehemals Abgeordneter im Europäischen Parlament.
Außerdem unter uns ist Herr Bürgermeister Kocalar von der Stadt Duisburg.
Begrüßen möchte ich auch ganz herzlich Vertreterinnen und Vertreter der Politik aus Rheinhausen. Leider konnten nicht alle kommen, aber da ist Herr Seidelt von der CDU.
Außerdem begrüße ich Herrn Herbert Schulz von der Bürgerstiftung Duisburg und weitere Gäste.
Weiterhin begrüße ich ganz herzlich Vertreterinnen und Vertreter befreundeter Verbände und anderer Kooperationspartner, unter ihnen besonders Frau Rosenbaum-Rolrep von der Kirchengemeinde Auf dem Wege, Herrn Augustin, Pfarrer in Friemersheim.
Ganz besonders herzlich begrüße ich Frau und Herrn Altun, die uns diesen Preis ermöglichen mit weiteren Mitarbeitern der Unternehmen von Herr Altun.
Herr Altun wird gleich im Anschluss ein paar Worte sagen, warum er diesen Preis, über den wir uns sehr freuen, für die Schule gestiftet hat.

Zivilcourage – das ist ein Wort, das leider vielen Schülerinnen und Schülern noch ein wenig fremd ist. Aber genau darum geht es bei der Verleihung dieses Preises.
Es geht um den Mut zu handeln, wenn es erforderlich ist. Zivilcourage äußert sich, wenn Schülerinnen und Schüler
• mutig gegen Mobbing auftreten oder
• sich besonders für die Aufnahme neuer Schülerinnen und Schüler in die Klassengemeinschaft bzw. die Schule engagieren oder
• sich gegen Widerstand für die Meinungsfreiheit bzw. gegen Diskriminierung an der Schule einsetzen oder
• wenn sie Schülerinnen oder Schüler in besonders schwieriger Lage gut begleiten und sie unterstützen oder
• sich besonders für die Gemeinschaft in der Klasse bzw. in der Schule einsetzen.
Natürlich muss Schule ein solches Verhalten fördern. Natürlich gibt es auch an unserer Schule Schülerinnen und Schüler, die in schwieriger Lage sind, die ein Elternteil verloren haben, die erst seit Kurzem in Deutschland sind oder die in der Klasse einen schwierigen Stand haben.
Ich freue mich ganz besonders, dass wir auch in kurzer Zeit einige Beispiele für solches Verhalten an dieser Schule gefunden haben. Zivilcourage geht nämlich über das „Normale“ hinaus. Man muss sich auch gegen Widerstände durchsetzen, um etwas für Betroffene zu erreichen. Ein solches Verhalten kann man nicht verordnen oder erzwingen. Es setzt Erkenntnis voraus, dass das Gemeinsame wichtig ist, dass es z.B. wichtig ist, eine gute Klassengemeinschaft zu haben und anderen zu helfen.
Herr Altun und ich haben eine Jury gebildet, in die wir Herrn Pfarrer Heiner Augustin als Externen hinzugeholt haben. Gemeinsam haben wir die Vorschläge gesichtet und eine Entscheidung getroffen, die uns nicht ganz leichtgefallen ist. Oft nämlich zeigt sich Zivilcourage im Kleinen, scheinbar Alltäglichen. Und ganz besonders deutlich ist, dass Menschen, die Zivilcourage zeigen, in aller Regel dies nicht tun, um Werbung für sich selbst zu machen, sich irgendwie herauszustellen und zu präsentieren. Ja, man könnte sagen, dass eine gewisse Bescheidenheit einfach dazu gehört.
Deshalb haben wir uns entschlossen, heute alle Vorgeschlagenen vorzustellen und kurz ihre Beispiele zu würdigen. Das werden Herr Augustin und ich gleich tun.
Zunächst aber möchte ich Herrn Altun bitten, ein paar Worte zu sagen, warum er diesen tollen Preis gestiftet hat.
Danach wird Herr Ralf Jäger zu uns sprechen.

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