Goldener Schlüssel zur Turnhalle

Lang erwartet, hart umkämpft, manchmal fast aufgegeben, hartnäckig geblieben, immer wieder eingefordert und jetzt ist sie da! Unsere neue Turnhalle!

Heute wurde sie mit einem kleinen Festakt eingeweiht und offiziell der Schule übergeben. Um den nagelneuen Hallenboden zu schonen, durften die Redner und die Gäste die Halle nur mit Schuhüberziehern betreten, was zu einem lustigen Gesamtbild beitrug.

Zu Beginn begrüßte der Schulleiter Peter Jöckel alle Anwesenden und freute sich, dass die Übergabe der Halle kaum ein Jahr nach der Grundsteinlegung stattfinden konnte. Sogar die aktuellen Abiturienten können nun noch eine Stunde in der neuen Halle absolvieren. Die alte Halle habe der Schule erhebliche Sorgen bereitet, immer mal wieder musste der Sportunterricht wegen räumlicher Mängel ausfallen. Trotzdem hätten viele lange nicht daran geglaubt, dass die neue Halle tatsächlich entstehen werde. Einen herzlichen Dank sendete der Schulleiter an alle Mitwirkenden, dass die Pläne so erfolgreich in die Tat umgesetzt werden konnten. Unsere Halle sei weder Elphi, noch BER, noch Stuttgart 21! Nach verlässlicher Bauzeit, immer mit einem kurzen Draht und guter Kommunikation seien zielorientiert pragmatische Lösungen gefunden worden. Peter Jöckel schloss seine Rede, indem er diesen Tag als Freudentag für die Schule und den Stadtteil ausrief.
Als musikalische Einlage mit kleinem sportlichen Touch sorgte der Oberstufenchor unter der Leitung von Klaus Tenner mit „Eye of the tiger“ für eine stimmungsvolle Atmosphäre und zeigte gleichzeitig die gute Akustik in der Halle.
Animiert durch den Song (und die Geschichte des Boxers Rocky) verspürte Oberbürgermeister Sören Link das Verlangen „Treppen hochzulaufen“ und war sich sicher, dass Sylvester Stallone großen Spaß an dieser neuen Turnhalle haben würde. Er stellte fest, dass Schule und Stadtteil schon sehr lange auf diese Halle gewartet hätten. Nun sei es eine richtig schmucke Halle geworden. Dank des beharrlichen Engagements von Lehrern, Schülern und der Politik sei das Projekt nicht in der Schublade des Vergessens gelandet. Es sei ein Beweis, wie leistungsfähig wir trotz aller finanziellen Schwierigkeiten in der Stadt Duisburg seien. Einen ganz besonderen Dank sagte er den Mitarbeitern des Schulverwaltungsamtes und des IMD (Immobilien-Management Duisburg). Allen Nutzern wünschte er eine verletzungsfreie Zeit bei Spiel, Sport und Spaß.
Anschließend betonte Sportdezernent Dr. Ralf Krumpholz wie wichtig die Halle für den Schul- und Vereinssport sei. Er hoffe auf ein reibungsloses Miteinander, dass die Zeit gut ausgenutzt werde und dass die Halle von morgens bis abends belebt werde. Er wünschte allen Sportlern motivierende Trainingspartner, viele Erfolge und einen guten Umgang mit den Tränen bei Niederlagen.
Die letzte kurze Ansprache hielt der Leiter des IMD Christoph Weber. Er habe die Aufgabe, eine tolle Halle zu beschreiben. Sie sei schön, die Akustik sei gut, viele sinnvolle Details werde man beim Sport entdecken, beispielsweise verhindere das Milchglas Schattenbildung, was sich sehr positiv nicht nur beim Tischtennisspielen auswirken würde. Vieles sei elektrifiziert und dadurch leicht zu handhaben. Einen herzlichen Glückwunsch richtete er an alle Beteiligten.
Zu guter Letzt überreichte er den goldenen Schlüssel an den Schulleiter, der seine Freude und seinen Stolz deutlich zeigte, und den Schlüssel dann symbolisch an die Sportlehrerin Yvonne Liehr weiterreichte.
Nach dieser gelungenen Einweihung fanden sich die Gäste in netter Atmosphäre noch zu einem kleinen Umtrunk zusammen. Alle freuten sich über diesen Meilenstein im Sport in Rheinhausen.
Abschließend noch ein paar Fakten zur neuen Halle, zitiert nach Frau Dreßler vom Immobilien-Management der Stadt Duisburg:
„Zur Deckung des Bedarfs an Schulsportflächen ist auf dem Schulgrundstück Flutweg 62 zwischen dem Krupp-Gymnasium und der Heinrich-Heine-Gesamtschule eine neue Zweifach-Sporthalle errichtet worden.
Es wurde eine symmetrische teilbare Halle mit den lichten Innenmaßen 22 m x 45 m und einer Höhe von 7 m unter Anwendung der EnEV 2014 errichtet, die Platz für Sportarten wie z. B. Basketball und Handball bietet.
Zum Raumprogramm gehören, neben den notwenigen Geräteräumen, zwei Umkleidebereiche. Jeder besteht aus jeweils zwei Umkleideräumen, mit jeweils einem eigenen Duschbereich. Sämtliche Räume wurden barrierefrei ausgeführt. Alle Umkleidebereiche verfügen über behindertengerechte WC-Anlagen.
Das Dach der Halle besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Trapezblecheindeckung. Die Gestaltung der Fassaden orientiert sich an den bestehenden Schulgebäudeteilen. Diese bestehen aus einer Kombination aus Putzflächen und vorgehängten Fassadenplatten.
Die Gesamtkosten des Neubaus inkl. Außenanlagen belaufen sich auf ca. 3 Mio. Euro.“

Heike Kirstein, Fotos: Daniel DeByl

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