7a erstellt Krautsäckchen gegen die Pest

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ war das Motto des Wandertags der Klasse 7a nach Herne. Im Museum für Archäologie besuchten die Schülerinnen und Schüler die Sonderausstellung „Pest“. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit verbreitete diese hochgradig ansteckende Krankheit Angst und Schrecken. In Europa sind etwa 25 Millionen Menschen an der Pest gestorben.

In der Ausstellung machte eine kompetente und sehr freundliche Museumspädagogin die Siebtklässler kindgerecht mit der Geschichte der Krankheit und deren Verbreitung vertraut. Sie lernten, dass Ärzte und Quacksalber zu unterschiedlichsten Methoden griffen, um gegen die Seuche anzukämpfen. Dabei war auch viel Aberglaube mit im Spiel. Jeder Mensch machte sich Gedanken, wie er der Pest entgehen könnte. Eine Ursache sollte in der schlechten Luft liegen. Also stellten die Menschen sogenannte Krautsäckchen her, an denen sie immer rochen, um keine schlechte, verpestete Luft einzuatmen. Dies probierten die Schülerinnen und Schüler dann in einem Workshop aus. Sie durften kleine Jutesäckchen nett beschriften und mit einer Auswahl an zahlreich zur Verfügung stehenden duftenden oder auch eher stinkenden Kräutern bestücken. Mit großem Eifer bemalten sie ihre Krautsäckchen und füllten sie mit einer Auswahl an Kräutern. Lavendel war besonders beliebt und duftete auch gut. Manche Mischung roch eher abschreckend und ist als Geschenk vielleicht nicht so gut geeignet.

Nach dem Vormittag im Museum ging es noch auf den Herner Weihnachtsmarkt in der Einkaufsstraße, die sich direkt ans Museum anschloss. Hier konnten Hunger und Durst variantenreich gestillt werden. Außerdem wurde Ausschau nach Weihnachtsgeschenken gehalten, und stylische Pullover im Partner- bzw. Grüppchenlook wurden gekauft. So manches Schnäppchen konnte gemacht werden, so dass es schließlich bester Laune auf den Heimweg ging.

Nach einem abwechslungsreichen Tag geht es nun zurück in die Schule zum Endspurt auf die Weihnachtsferien hin.

Heike Kirstein

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