Sawubona Südafrika

Heute hatte die Klasse 7a jugendliche Gäste aus Südafrika zu Besuch. Diese Jugendlichen engagieren sich in dem Projekt „Peer Education on the move“. Eingeladen wurden sie von der Kindernothilfe, die das Projekt in Südafrika begleitet und unterstützt.

Fünf Schülerinnen und Schüler aus Durban stellten ihr Projekt vor und gaben einen lebendigen Einblick in ihr Leben und ihr Engagement. Das alles gelang wunderbar auf Englisch, nur manchmal musste der begleitende Englisch- und Erdkundelehrer Herr Deway schwierige Passagen übersetzen.

Die Gäste begannen mit einem Energizer und aktivierten die Siebtklässler mit dem Bananasong zu fröhlichem, lauten Gesang und lustiger Bewegung. Da war das Eis schnell gebrochen! Anschließend stellten sich die 14 bis 17jährigen Jugendlichen vor und zeigten ein selbstgemachtes Video über ihre Heimat. So erhielten die Schülerinnen und Schüler des Krupp-Gymnasiums einen ersten Eindruck über die Verhältnisse in Südafrika.

Dann informierten die südafrikanischen Gäste mit Hilfe einer PowerPointPräsentation über ihre Aufgaben in dem Projekt. Sie werden ausgebildet, um anderen jungen Menschen zu helfen: Für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sind sie Ansprechpartner bei den vielen Problemen, die Jugendliche insbesondere aus einfachen Verhältnissen haben. Teenagerschwangerschaften, Drogen, Gewalt und diskriminierende Behandlung von Mädchen sind Themen, mit denen sich die Jugendlichen beschäftigen müssen.

Nach der anschaulichen und sehr gut verständlichen Präsentation durften die Siebtklässler Fragen stellen. Sehr interessiert meldeten sich viele Kinder zu Wort, staunten, kommentierten und fragten nach. Alles auf Englisch! Ein kleines Highlight ergab sich durch die Frage nach der Anzahl der Geschwister. Vier Gäste antworteten, dass sie vier bzw. fünf Geschwister hätten. Die nächste Antwort verursachte großes Staunen. Eine Jugendliche erzählte, dass sie 25 Geschwister hätte, aber so genau wisse sie es gar nicht. Ratlosigkeit bei den Siebtklässlern! Des Rätsels Lösung war dann, dass der Vater mehrere Ehefrauen hat. Polygamie ist in Südafrika immer noch weit verbreitet. Schätzungen zufolge leben Hunderttausende Menschen in polygamen Ehen, vor allem innerhalb der größten Volksgruppe des Landes, den rund elf Millionen Zulus.

Als der Wissensdrang befriedigt war, folgte ein kleiner Sprachkurs „Zulu – Englisch“: sawubona heißt hello oder ngiyaphila I am fine, usw. Begeistert praktizierten Tülin, Benita, Ilyas und Lejs und anschließend auch die ganze Klasse im Zusammenspiel mit ihren südafrikanischen „Lehrern“ die neu gelernten Vokabeln.

Weil die Klasse so verzückt von dem aktiven Einstieg in die Stunde war, bat sie zum Abschluss um einen weiteren Energizer. Gerne erfüllten die sehr sympathischen Gäste diesen Wunsch und so endete der Besuch fröhlich singend und tänzelnd. Mit großem Applaus wurden die Gäste schließlich verabschiedet.

„Das war aber eine tolle Stunde!“, „So könnte Schule immer sein!“, „Das hat Spaß gemacht!“, „Das war interessant!“, „Wie anders die leben!“ „Die waren aber nett!“ sind ein paar Kommentare der begeisterten Siebtklässler.

Heike Kirstein

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